Gestüt Lindenbooms
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Presse

Ostfriesische Nachrichten, 02.09.05

Doppelsieg für Isabell Bartels und Manolito


Kritik am Geländeritt / Organisatoren kündigen Veränderungen für 2006 an
kg Krummhörn. Isabell Bartels vom Pferdesportverein Ihlow und Manolito haben es am Wochenende auf dem Turnier der Fahr- und Reitgemeinschaft Krummhörn mal wieder geschafft: Sieg in der Eignungsprüfung (7.6), Sieg in der Dressurpferdeprüfung Klasse A (7.3) und ein zweiter Platz in der L-Dressur (6.8). „Der zweite Platz in der L-Prüfung hat mich am meisten gefreut, weil er in dieser Klasse erst wenig Erfahrungen sammeln konnte“, ist Besitzer Holger Kleinichen von der Hengststation Lindenbooms aus Aurich zufrieden. Seit letztem Jahr hat der fünfjährige Wallach von Canonicus aus einer Meran-Mutter 45 Platzierungen, darunter zahlreiche Siege in Basis- und Aufbauprüfungen errungen. „Das ist ein besonderes Pferd“, ist Kleinichen mit dem Pferd aus der Zucht von Gisela Janssen aus Plaggenburg zufrieden. Neben Basis- und Aufbauprüfungen sowie Dressur und Springen bis Klasse L gab es auch zwei Geländeritte in der Krummhörn, die neben anderen organisatorischen Problemen in die Kritik gerieten.

Neben den schlechten Bodenverhältnissen, bedingt durch den Regen, kam Kritik an der Linienführung und Hindernisgestaltung der Geländeprüfung auf. „Im kommenden Jahr werden wir unsere Hindernisse eindeutiger ausflaggen und durch Fänge, zum Beispiel in Form von großen Strohballen einladender gestalten“, so Turnierorganisatorin Marlies Störk.  Das Problem bestand, in den für die Leistungsklasse zu schmalen Hindernissen. Nebeneinander aufgebaute Hindernisse, verleiteten unerfahrene Pferde und Reiter zu Fehlern.

Die Pferde sprangen, häufig von den Reitern unbemerkt, an den seitlichen Begrenzungen der Hindernisse vorbei und erst im Ziel erfuhren die Reiter, dass sie deswegen ausgeschieden waren. Aus Richterkreisen war zu hören, dass gerade einige stilistisch gute Ritte an falsch oder gar nicht übersprungenen Hindernissen scheiterten. Auch die Streckenführung sorgte teilweise für Irritationen. Geländeprüfungen erfordern im Vorfeld umfassende Vorbereitungen vieler freiwilliger Helfer, finanzielle Mittel für die Materialien der Hindernisse und nicht zuletzt viel Zeit um die Hindernisse zu bauen. Störk bedauerte die hohe Quote an ausgeschiedenen Reitern, kündigt Verbesserungen an und hofft trotzdem auf eine rege Teilnahme im kommenden Jahr: „Wir wollen den Vielseitigkeitssport mit unserer Arbeit fördern und keine Hürden errichten.“ Gewonnen haben in den Stilgeländeritten zwei Reiterinnen des Reit- und Fahrvereins Westerende. In Klasse A siegte Janina Röders auf Samthenight mit der Note 8,0. und in der Klasse E Ilka Steffens auf Stute Adriana (7.5).



Ostfriesische Nachrichten,

Gekörter Hengst für Auricher Station Lindenbooms

Ostfriesische Ponyzucht erfolgreich / Nachkörung und Hengstschau in Vechta
kg Vechta. Von den Mini-Shetlandponys, über leistungsstarke Reitponys, bis zu den stolzen Friesen wurden am Wochenende in Vechta die Hengste der verschiedenen Zuchtsektionen des Pferdestammbuchs Weser-Ems vorgestellt und gekört. Viele Erfolge gingen dabei nach Ostfriesland. Allen voran freut sich Hengsthalter Holger Kleinichen von der Auricher Station Lindenbooms über die Körung seines dunkelbraunen Reitponyhengstes Dakar Noir v. Darino. „Er überzeugte durch einen sehr guten raumgreifenden Trab und zeigte sich zudem auch am Sprung von seiner besten Seite“, kommentiert Zuchtleiterin Mareile Oellrich-Overesch den Hengst, der als einziges Reitpony von den Juroren das Urteil „gekört“ erhielt.

Bei den Vertretern der Welsh-Ponys wurde ebenfalls nur ein Hengst gekört. Der bewegungsstarke „Brening Frankie“ aus den Niederlanden ist auf der Deckstation Enno Siemers in Leybuchtpolder stationiert. Bei den kleinsten Vertretern des Pferdestammbuchs, den Mini-Shetlandponys, gehörte der in den Niederlanden gezogene „Sunny Boy van’t Wildeveld“ der im Besitz von Alfred Ites aus der Krummhörn ist, zu den zwei gekörten Hengsten.

Der schwerste Vertreter in Vechta, war der Noriker-Hengst „Zauber“ von Besitzer Johann Hallenga aus Aurich, der das Urteil „gekört“ erhielt. Die alte Pferderasse der Noriker soll auf das römische Legionspferd in der Provinz Noricum, die etwa dem heutigem Österreich entspricht, zurückgehen.  Die als Süddeutsche Kaltblüter bekannten Pferde, die im Mittelalter auch als Streitross Verwendung fanden, erfreuen sich seit Mitte der 80er Jahre als Freizeitpferd steigender Beliebtheit.

Bereits am Sonnabend fand die Hengstprämierung und Hengstschau statt. Insgesamt drei Siegerhengste wurden ausgezeichnet. Eine der Siegerschärpen bekam der Welsh-A-Hengst „De Evertshoeve’s Springstar“ aus dem Besitz von Helmut Rickels aus Uplengen verliehen. Neben dem Siegertitel, wurde herausragenden Hengsten die neben ihrem eigenen Leistungen auch über ihre Nachzucht begeistern, als höchste Auszeichnung die Prämienklasse I im Hengstbuch verliehen. Dies gelang in diesem Jahr 12 Hengsten, darunter der Welsh-A-Hengst

„Sumrin Thor“ von der Station Enno Siemers sowie der Welsh-B-Hengst „Priestwood Punchinello“ im Besitz von Jutta Onken aus Jever.

Zum Abschluss fand am Sonntag Nachmittag die Anerkennung von Hengsten statt, die bereits in anderen Zuchtverbänden gekört wurden. Zu den in Ostfriesland stationierten Hengsten gehören hier: Mini-Shetlandpony „Quintus von der Hoezen“ Station Peter Rocker aus Aurich, Partbred Shetlandpony „Pegasus von Moritzberg“ und „Pumpkin“ von der Station Bärbel Rataj aus Wirdum, das Deutsche Classic Shetlandpony „Jasper“ von der Station Johann Janssen aus Aurich, sowie der ausdrucksstarke schneeweiße Welsh-A-Hengst „Dyfed Piper“ von der Hengststation Enno Siemers. Auch Zuchtleiterin Oellrich-Overesch zeigte sich begeistert: „Ein schicker Typ mit guten Bewegungen.“

Ostfriesische Nachrichten, 05.09.2002

In Warendorf stellen sich auch in diesem Jahr die besten Nachwuchspferde und -ponys aus deutscher Zucht in den Campionaten dem bundesweiten Vergleich. Auf dem Reitsportevent, dass noch bis Sonntag, 8. September, dauert, werden über 40 000 Besucher erwartet.

Rund 900 Pferde und Ponys haben sich für die Bundeschampionate des Deutschen Reit-, Spring-, Dressur-, Fahr- und Vielseitigkeitspferde sowie für die Bundeschampioante des Deutschen Reit-, Dressur- und Spring- und Vielseitigkeitsponys qualifiziert. Unter ihnen auch der Auricher Junghengst des Pony.Gestüts Lindenboom aus Wallinghausen.

Der 1999 in Verden gekörte Deutsche Reitponyhengst Dacapo hat sich Mitte Juli beim Landesturnier in Hannover für die Warendorfer Prüfung qualifiziert. "Damit habe ich erreicht, was ich mir mit Dacapo für dieses Jahr vorgenommen habe", lobt Holger Kleinichen, der Besitzer und Gestütsbetreiber seinen jungen Hengst. Für Freitag hat er sich vorgenommen ohne große Erwartungen nach Warendorf zu fahren und sich von den Ergebnissen seines jungen Pferdes in der Materialprüfung für dreijährige Nachwuchshengste überraschen zu lassen.

Erst im März diesem Jahres erweiterte Kleinichen seine Shetlandponyzucht auch auf den Bereich der Reitponys. Mit dem Hengst Dacapo und dem erfolgreichen New Forest Hengst Cadillac ist ein erster Grundstein bereits gelegt.

Caddillac gehörte zuvor dem Auricher Ponyzüchter Gerhard Lichtsinn, der im vergangenen Jahr verstarb. Lichtsinns Engagement für die regionale Ponyzucht möchte der 35-jährige Jungzüchter jetzt weiterführen und plant bereits im Herbst einen weiteren gekörten Ponyhengst aus den Niederlanden zu kaufen und damit sein kleines Gestüt nochmals zu erweitern.